Die Sojabohne
Warenkunde Sojabohne – ein Überblick
Der botanische Name für Soja lautet Glycine max (L.) Merr. Soja kann in der Humanernährung vielfältig verwendet werden, sowohl süß als auch herzhaft, z. B. als Fleischersatz, in Backwaren oder Brotaufstrichen. Soja ist eines der 14 Hauptallergene in Lebensmitteln und wird daher in Zutatenlisten auf verpackten Lebensmitteln fett gedruckt gekennzeichnet.
Anbau der Sojabohne
Obwohl Soja selbstverträglich ist, wird es in Deutschland in einer Fruchtfolge von zwei bis drei Jahren angebaut, um der Pilzkrankheit Sklerotinia (Weißstängeligkeit) vorzubeugen. Deutsche Anbaugebiete befinden sich vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, da Soja, ähnlich wie Wein, warme Standorte und ein mildes Klima bevorzugt.
Vorteile des heimischen Anbaus:
- gentechnikfrei
- Schutz des Regenwaldes
- Verringerung der Abhängigkeit Deutschlands von importiertem Soja
- Nachhaltige Produktion unter strengen Umweltauflagen und Sozialstandards
- Bereicherung der Fruchtfolge, Belebung des Bodens, Lösung von Fruchtfolgeproblemen
- Dank der Symbiose mit Knöllchenbakterien wird Stickstoff aus der Luft gebunden, was Dünger einspart
- Hoher Vorfruchtwert durch auf dem Feld verbleibende Pflanzenreste, die Stickstoff enthalten
- Anbau für viele landwirtschaftliche Betriebe in verschiedenen Regionen sinnvoll und rentabel
In Deutschland wurden 2025 130.800 Tonnen Sojabohnen auf einer Anbaufläche von 43.300 Hektar produziert. Das ist dreimal so viel wie 2025. In Österreich wurden 2024 auf 87.412 Hektar 246.300 Tonnen produziert.
